In Biel wurde der anspruchsvolle Erweiterungsbau einer Produktionsanlage erfolgreich realisiert. Zu Beginn der Bauphase erforderte der Baugrund eine spezialisierte Tiefbauweise. Zur sicheren Lastabtragung wurden 111 Ortbetonverdrängungspfähle mit Längen von bis zu 28 Metern erstellt. Um die Pfahllängen und somit den Betonverbrauch effizient zu optimieren, führte man die Pfähle mit einem schraubenartigen Schaft aus. Diese Formgebung ermöglicht einen deutlich höheren Mantelreibungswiderstand und garantierte die nötige Stabilität des Fundaments.
Dank des zügigen Baufortschritts des Baumeisters konnte im Mai 2025 die letzte Etappe der rund 2’200 Quadratmeter grossen und 35 Zentimeter dicken Bodenplatte umgesetzt werden. Zeitgleich begannen bereits die ersten Arbeiten an der Decke über dem Erdgeschoss. Ab dem Obergeschoss wurde das Tragwerk als effiziente Stahlkonstruktion ausgeführt. Mit grosszügigen Spannweiten von bis zu 15 Metern wurde sichergestellt, dass der Betriebsablauf in der Anlage durch Stützen möglichst wenig eingeschränkt wird.
Für die Dachkonstruktion kamen insgesamt rund 150 Tonnen Stahl zum Einsatz. Die primäre Tragstruktur besteht aus 30 Meter langen Zweifeldträgern, die jeweils mittig auf einer Stütze aufgelagert sind. Die essenzielle horizontale Aussteifung gegen Wind- und Erdbebeneinwirkungen erfolgt über zwei massive Betontreppenhauskerne sowie zwei Windverbände, die sich über die gesamte Gebäudebreite erstrecken.
Mittlerweile ist die neue Produktionshalle fertiggestellt und bereits erfolgreich in Betrieb genommen worden. Aktuell finden lediglich noch die letzten Umgebungsarbeiten statt, um das Bauprojekt vollumfänglich abzuschliessen.












